Die Korrektur des Handbuchs: Science Fiction-Hörspiel

Veröffentlicht am: Mai 5, 2010 | 1 Kommentar

Isaac Asimov ist zweifelsfrei einer der bekanntesten Science Fiction-Autoren, die es gibt. Zentrales Element seiner SciFi-Geschichten sind die sogenannten “Drei Gesetze der Robotik” (1942). Diese Gesetze bringen die Untertänigkeit der Roboter auf den Punkt: diese müssen Menschen schützen und gehorchen und schließlich auch sich selbst erhalten. Dieser Selbsterhaltungstrieb ist dem Schutzbefehl jedoch untergeordnet, woraus sich allerlei Verstrickungen in Asimovs Geschichten ergeben. Ein Hörspiel, das diese drei Gesetze der Robotik von Asimov aufgreift kommt aus dem Hause MindCrusher Studios und trägt den Titel “Die Korrektur des Handbuchs”.

Hochklassiges SciFi-Hörspiel kostenlos: Korrektur des Handbuchs

Die Geschichte von “Die Korrektur des Handbuchs” spielt im Jahr 2045. Roboter sind längst zum Alltag der Menschen geworden. Sie erfüllen Dienste und erledigen Reparaturen, die für Menschen gefährlich oder gar unmöglich sind. Die friedliche Koexistenz von Menschen und Robotern wird dabei durch die drei Gesetze (s.o.) gewährleistet. In der Welt des Hörspiels haben die Roboter jedoch noch ein viertes Gesetz, dem sie gehorchen müssen: während Gesetz Null (die Zählung der Gesetze beginnt wie im für Computersystem üblichen Binärcode mit der Null statt mit der Eins) besagt, dass die Roboter die Menschen schützen müssen und Gesetz Zwei besagt, dass die Roboter sich selbst schützen müssen (vorausgesetzt, der Selbstschutz widerspricht nicht dem nullten Gesetz), besagt nun das vierte Gesetz (also Gesetz Drei), dass die Roboter auch (unter gleichen Voraussetzungen wie bei Gesetz Zwei) andere Roboter schützen müssen…

Hörspiel-Cover: Die Korrektur des Handbuchs
Hörspiel-Cover: Die Korrektur des Handbuchs

Hörspiel-Cover: Die Korrektur des Handbuchs (Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung von MindCrusher Studios)

Als sich auf einer Station im Weltall einige unerklärliche Vorkommnisse ereignen, wird die Robot-Psychologin Dr. Melvin hinzugebeten (erstklassig gesprochen von Karen Schulz-Vobach), um den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Sie befragt schließlich den Roboter Caddie, ob er eine Erklärung für den seltsamen hohen Stromverbrauch und den plötzlichen Gewichtsverlust der Raumstation hat. Dabei macht sie eine atemberaubende Entdeckung…

“Die Korrektur des Handbuchs” ist ein Hörspiel, das von seinen Dialogen geprägt ist. Während die Handlung sehr stark reduziert ist, gewinnt das Hörspiel durch seine unheimlich-düstere Atmosphäre. Dadurch wird es zu keiner Sekunde langweilig. Die hochprofessionelle Musik von Dennis Schuster ist filmreif und untermalt viele der Szenen. Hinzukommen die Sprecherinnen und Sprecher, die alle durch die Bank weg ein Hörgenuss sind. Die bereits erwähnte Karen Schulz-Vobach ist sicherlich einigen Hörspielhörer/innen aus Film, Fernsehen oder Rundfunk bekannt. Auch der Erzähler des Hörspiels, Carsten Wilhelm, dürfte einigen aus anderen Hörspiel- oder Hörbuch-Produktionen bekannt sein. Jan Boysen und René Wagner wiederum sind den geneigten Hörerinnen und Hörern aus diversen kostenlosen Hörspiel-Produktionen bekannt: auch sie machen einen hervorragenden Job. Das Skript von Ralph Hahn ist in den Händen des Produzenten Mark Kaczkowski ebenfalls bestens aufgehoben.

“Die Korrektur des Handbuchs” sticht hervor aus der Menge der Hörspiele. Es hat mit seinem klaren literarischen Bezug eine gedankliche Tiefe, die vielen anderen (auch kommerziellen) Hörspielen fehlt. Die philosophischen Fragen, die dabei aufgeworfen werden, sorgen derart stark für Spannung, dass die stark reduzierte Handlung gar nicht negativ auffällt. Die sehr gute Produktion rundet das gute Hörspiel vollends ab und macht “Die Korrektur des Handbuchs” zu einem echten Hörspiel-Geheimtipp.

Wer “Die Korrektur des Handbuchs” hören möchte, kann das Hörspiel hier kostenlos downloaden.


Kommentare

Eine Antwort zu “Die Korrektur des Handbuchs: Science Fiction-Hörspiel”

  1. daneel
    August 25th, 2011 @ 10:18

    Hmmm… Gut gemachtes unterdurchschnittliches Hörspiel. Die zwischen seeeeeehr viel musikalischer Untermalung in der Menge übersichtlich eingestreuten Dialoge -meistens nie mehr als fünf Stück hintereinander- werden nur von endlosen Erklärungsversuchen des Erzählers unterbrochen. Die Story ist dünn, langweilig und nicht gerade durchdacht. Teilweise musste ich mich zwingen, wärend ich kopfschüttelnd den Dialogen folgte, den “Hörbuch löschen”-Knopf nicht zu drücken. Habe es nach den längsten 45 Minuten meines Lebens dann doch gemacht. Mein Vater sagte immer: “Was nichts kostet ist auch nichts!” In diesem Fall hatte er recht. Isaac Asimov würde sich im Grab umdrehen.

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