Giuseppe Verdi: Ein Leben für die Oper in 31 Hörbildern

Veröffentlicht am: Oktober 10, 2013 | Keine Kommentare

Am heutigen Donnerstag, den 10. Oktober 2013 wäre einer der größten Opernkomponisten der Geschichte 200 Jahre alt geworden. Er hat der Opernwelt Meisterwerke wie Aida, La Traviata oder Falstaff geschenkt. Die Rede ist vom großen italienischen Komponisten Giuseppe Verdi, den Twitter heute weltweit mit Hashtag #verdi200 beehrt. Viele seiner musikalischen Stücke haben als Musik in Hörspielen gedient, so z.B. oftmals das “Dies irae” aus seinem meisterhaften Requiem (oft schlicht Verdi-Requiem genannt), etwa in Michael Kosers Prof. van Dusen-Hörspielen. Aber ein Hörspiel über Verdi selber hat es noch nicht gegeben. Bis heute. Christine Lemke-Matweys Giuseppe Verdi: Ein Leben für die Oper in 31 Hörbildern läuft aktuell im Radio. Es ist vielleicht mehr ein Feature, als ein Hörspiel im engen Sinne, jedoch mit verschiedenen Sprechern, Hintergrundgeräuschen und natürlich: Musik von Verdi! Für Liebhaber des Opernkomponisten ist es jedoch ein großes Vergnügen und sei daher an dieser Stelle wärmstens empfohlen.Die einzelnen Folgen sind thematisch geordnet, aber nicht chronologisch. So beginnt die Folge 1 “Va pensiero!” mit Verdis Nabucco, obwohl das seine dritte Oper ist. Die Geschichte um den babylonischen König Nebukadnezzar (kurz: Nabucco) reizt Verdi und er erobert ganz Mailand im Sturm. Die Opernwelt ist elektrisiert. So etwas hatte es vorher noch nicht gegeben. Und der Gefangenenchor gehört bis heute zu den berühmtesten musikalischen Stücken der Welt und gilt als die “inoffizielle Hymne Italiens”.

Jeder Abschnitt ist nur ganz kurz: 3-5 Minuten jeweils. Das ist kurzweilig und angenehm, macht es Lust auf mehr. Die Folge 2 “Verdi, die Sphinx” springt ins Jahr 1859 und beschäftigt sich vorwiegend mit Verdis biografischer Selbststilisierung als “Bauer aus Roncole“.

Folge 4 “H wie hässlich” beschäftigt sich mit Rigoletto. Verdi ist verärgert, weil niemand in Italien Rigoletto hässlich darstellen möchte. Das habe Verdi jedoch ursprünglich an dem Stoff gereizt, heißt es. Verdi bekommt zunehmend Probleme mit der Zensur und den Opernmachern seiner Zeit. Das Publikum ist gespalten zwischen abgöttischer Vereherung Verdis und gestriger Verehrung des Belcanto, dem Verdi entgegensteht. Diese Folge ist daher besonders hörenswert.

Auch Verdis Auseinandersetzung mit der französischen Oper Meyerbeers wird in diesem Verdi-Hörspiel verhandelt, in der Folge 9 “Meyerbeer, der Fixstern”. Verdi lebt insgesamt sieben Jahre lang in Paris und muss die Erfolge von Meyerbeers Robert le Diable mitansehen, denn Meyerbeer war der Erfolgskomponist seiner Zeit (und ist auch heute noch gern gespielt).

Ob Verdi unter dem Erfolg seiner Kollegen gelitten hat wird daher auch in dieser Hörspielreihe verhandelt. Denn Wagner in Deutschland und Meyerbeer in Frankreich waren große Konkurrenten. Die Folge 6 “Der Melancholiker” spürt dieser Frage nach.

So viele Folgen sind bis heute, zu Verdis 200. Geburtstag schon erschienen. Weitere folgen täglich, z.B. auf RBB Kultur täglich um 14:10 Uhr.


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